Passwort vergessen » Registrieren »
  • Interner Bereich
  • Mitglied werden
  • Unser Facebook Profil
  • Unser Flickr Profil
  • Unser XING Profil
  • Feeds
  • Suche
  • Sitemap
  • Vergrößern Bitte benutze die Tastaturkombination "STRG" und "+" sowie "STRG" und "-" um die Website mit der Zoomfunktion Deines Browsers zu vergrößern oder zu verkleinern.

Auf der Suche nach den UX Professionals von morgen

Workshop des AK Nachwuchsförderung

Martin Schrepp | SAP AG – User Experience | Dietmar-Hopp-Allee 16 | 69190 Walldorf | martinR.schreopp@sapAOUT.comI2

Anja Wipfler | SAP AG – User Experience | Dietmar-Hopp-Allee 16 | 69190 Walldorf | ansxGwjaOw.wtV3euipsTv6JflOwerqqAu@sFapYVXJ.cqqKxomAE

Kostanija Petrovic | Product Owner, here.com | HERE Berlin | Invalidenstraße 116 Berlin, Germany | koXstLrxanWgij7ia.8lpeEZvltrVovXT7liiclsnOt@nHOnokfomTiabZB8.c8GrGomI

Jan Preßler | Universität Würzburg - Psychologische Ergonomie | Oswald-Külpe-Weg, Geb. 82  | 97074 Würzburg | mail5U8GA@janoMpsNpresxLChslerG.comHo

Abstract

Der Arbeitskreis Nachwuchsförderung (AK Nachwuchsförderung) der German UPA will Studierende, Berufseinsteiger und angehende Usability Experten unterstützen und ein Forum zum Austausch anbieten. Als erste Maßnahme bietet der AK Nachwuchsförderung seit 2011 eine Summer School an, um interessierten Studenten einen Einblick in das Berufsfeld UX Professional zu ermöglichen.

Im Workshop soll gemeinsam erarbeitet werden, wie die German UPA bzw. der AK Nachwuchsförderung in Zukunft die Nachwuchsförderung nachhaltig weiter verbessern kann. Zielgruppe für den Workshop sind Ausbilder, Manager, Professoren, Studierende bzw. alle am Thema Nachwuchsarbeit interessierte UX Professionals.

1. Ziele des AK Nachwuchsförderung

Was ist eigentlich ein UX Professional? Es gibt für dieses Berufsfeld in Deutschland immer noch relativ wenige Studien- oder Weiterbildungsangebote, wobei deren Zahl in den letzten Jahren aber etwas zugenommen hat. Die UX Abteilungen vieler Unternehmen rekrutieren ihre Mitarbeiter daher in der Regel aus den Absolventen sehr verschiedener Studiengänge. Viele Studierende aus eigentlich nahe verwandten Studiengängen kommen aber mit diesem Berufsfeld während ihres Studiums überhaupt nicht in Kontakt, d.h. kommen gar nicht auf die Idee sich auf entsprechende Stellenanzeigen zu bewerben oder sich in dieser Richtung weiterzubilden. Andererseits steigt mit der zunehmenden Bedeutung interaktiver Produkte für unser Alltagsleben natürlich auch der Bedarf nach qualifizierten UX Professionals. Der AK Nachwuchsförderung versucht in diesem Spannungsfeld zwischen hohem Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs und derzeit noch nicht optimaler Verankerung des Berufsbilds UX Professional im universitären Umfeld zu agieren.

Der Arbeitskreis Nachwuchsförderung hat zum Ziel Studierende, angehende Usability Experten und junge Professionals zu fördern und zu unterstützen und ein Forum zum Austausch zu bieten. Weiterhin soll versucht werden, eine Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und der German UPA zu etablieren.

2. UPA Summerschool

Der AK Nachwuchsförderung bietet seit 2011 jährlich eine Summer School an, um interessierten Studenten einen Einblick in das Berufsfeld UX Professional zu ermöglichen. Die maximal 16 studentischen Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben hier die Möglichkeit in zwei Tagen einen Einblick in die Arbeitsweise von UX Professionals zu gewinnen.

Die Teilnehmer bearbeiten im Rahmen der Summer School in kleinen Gruppen (3-4 Personen) eine Gestaltungsaufgabe mit Methoden des User-Centered-Design. Jede Gruppe wird dabei von einem Senior Experten aus Industrie bzw. Lehre betreut.

Die notwendigen Methoden werden von den Senior Experten in kurzen Vorträgen vermittelt und können dann von den Teilnehmern direkt im Rahmen ihrer Design-Aufgabe angewandt und ausprobiert werden. Vermittelt werden Grundkenntnisse der Anforderungsanalyse, z.B. das Führen von Interviews mit potentiellen Nutzern eines Produkts, das Erstellen von Personas und die Beschreibung von Nutzungsszenarien. Die gestellte Designaufgabe stammt aus dem universitären Umfeld, so dass die Teilnehmer selbst zur Zielgruppe der Nutzer des zu gestaltenden Produkts gehören. Als Interviewpartner für eine Gruppe stehen daher die Teilnehmer der jeweils anderen Gruppen zur Verfügung.

Nach der Phase der Anforderungsanalyse werden elementare Designprinzipien vermittelt, die den Teilnehmern helfen, in Gruppenarbeit einen Papier-Prototypen der Anwendung zu erstellen. Dieser wird dann mit Mitgliedern der anderen Gruppen in Usability-Tests evaluiert und die Testergebnisse werden aufbereitet.

Abschluss der Summerschool ist die Präsentation und Diskussion der erstellten Designs und der Evaluationsergebnisse durch die einzelnen Gruppen.

Neben dem eigentlichen Programm der Summer School gibt es am Abend des Anreisetages ein gemeinsames Abendessen zum Kennenlernen. Am zweiten Abend haben die Teilnehmer Gelegenheit die anwesenden Senior Experten zum Arbeitsumfeld und Berufsbild UX Professional zu befragen.

Die German UPA übernimmt hier bis auf einen kleinen Unkostenbeitrag von 50 Euro alle Kosten für die Teilnehmer. Die Referenten und AK Mitglieder, die die Veranstaltung vorbereiten und die Studenten während der Summer School betreuen, engagieren sich natürlich ehrenamtlich.

AKNachwuchsfoerderung1.jpeg AKNachwuchsfoerderung2.jpeg
Abbildung 1 :  Eindrücke von der UPA Summer School 2012 (Testen der Papierprototypen)

Das Feedback der Teilnehmer zu den bisherigen drei Summer Schools war durchweg sehr positiv. Einige der Teilnehmer der ersten beiden Summer Schools sind mittlerweile auch als UX Professionals tätig und UPA Mitglieder.

Die UPA Summer School findet jährlich während der Semesterferien im Sommer statt. Mit der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Zisterzienserabtei Bronnbach (www.kloster-bronnbach.de/) im Taubertal wurde hier auch ein sehr attraktiver Veranstaltungsort gefunden (der am zweiten Tag auch im Rahmen einer kleinen Besichtigungstour erkundet werden kann). Die 4’te Summer School wird nach der Mensch und Computer vom 21 – 23 September 2014 stattfinden.

3. Problemfelder im Bereich Nachwuchsförderung

Wie oben schon erwähnt, resultiert aus der mangelhaften Verankerung des Berufsbildes UX Professional in der deutschen Bildungslandschaft eine Reihe von offenen Fragen:

  • Wie kann man Studenten aus Studiengängen erreichen, die inhaltlich eine große Nähe zu UX haben (z.B. Psychologie), in denen dieses Themengebiet aber im Studium nicht vorkommt, d.h. die Studenten im Rahmen ihres Regelstudiums nicht mit UX Themen in Berührung kommen und daher nicht auf die Idee kommen nach UX Stellen oder Weiterbildungsangeboten Ausschau zu halten?
  • Wie kann man das ändern, d.h. UX in solchen Studiengängen als Teil des Studiums oder zumindest als Zusatzangebot etablieren?
  • Kann man eine bessere Verbindung zwischen Hochschulen und der German UPA aufbauen?
  • Wie kann man Quereinsteigern mit geeigneten Fortbildungsangeboten helfen?
  • Macht es für die UPA Sinn in Online-Kurse zu investieren?
  • Wie kann man Unternehmen bzw. Managern mit wenig Erfahrung im Bereich UX helfen, geeignete Bewerber zu finden? Was sollten Unternehmen bieten, um für Bewerber aus dem UX Umfeld attraktiv zu sein?
  • Gibt es Schnittpunkte zu anderen AK’s der German UPA, die helfen die entsprechenden Anstrengungen zu bündeln (z.B. zum AK Qualitätssicherung)?

4. Was machen wir im Workshop?

Ziel des Workshops ist es mit interessierten  Studierenden, Unternehmens- und Hochschulreferenten zu überlegen, wie der AK Nachwuchsförderung seine Aktivitäten ausweiten kann, um auf den oben beschriebenen Problemfelder Fortschritte zu erzielen. Wir werden mehrere Personas aus dem Umfeld UX Nachwuchs vorgeben (z.B. Studenten aus relevanten Fächern, UX Berufseinsteiger, Manager auf der Suche nach geeigneten UX Professionals). Die Teilnehmer sollen im Workshop herausarbeiten, was die German UPA bzw. der AK Nachwuchsförderung tun kann, um diese Personas besser zu unterstützen.

Die Ergebnisse des WS werden nach der Konferenz aufbereitet, publiziert und dienen der German UPA bzw. dem AK Nachwuchsförderung als Grundlage zur Planung weiterer Aktivitäten. Eine weitere Zielsetzung ist es natürlich, möglichst viele am Thema Nachwuchsförderung interessierte UX Professionals zusammenzubringen, voneinander zu lernen und evtl. weitere Mitstreiter für den AK zu finden.