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GUPA Track 2010 - User Experience evaluieren

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Workshop
 
(Matthias Peissner, Sandra Sproll, Michael Burmester, Marc Hassenzahl )

User Experience evaluieren. Methoden zur formativen und summativen Evaluation der User Experience.

 

Beschreibung:

User Experience (UX) ist eine Qualität, die bei der Nutzung interaktiver Produkte und Services eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Gestaltungsmaßnahmen für eine positive UX sollen im Entwicklungsprozess bereits in sehr frühen Phasen systematisch unterstützt werden. UX wird als bewertendes Gefühl des Nutzers verstanden, das durch die Erfüllung bzw. Frustration menschlicher Grundbedürfnisse während der Interaktion mit einem Produkt oder Service entsteht. Auf der Basis dieses Verständnisses sind drei Methoden zur Evaluation der UX entwickelt worden. Dazu gehört ein Fragebogen, der UX auf der Basis der Erfüllung oder Frustration von Bedürfnissen erfasst. Die Valenzmethode evaluiert UX formativ. Mit ihr lassen sich Hinweise zum Verständnis der emotionalen Wirkung von Designeigenschaften in positiver und negativer Hinsicht ermitteln. Frühe Konzepte von Produkten können mit dem UX Concept Testing evaluiert werden. Hier werden auf Basis von Situationen im täglichen Leben Eigenschaften des Produktkonzepts identifiziert, die eine positive UX fördern. Zudem können mit dieser Methode neue, über das Konzept hinausgehende Produkteigenschaften auf Basis einer positiven UX entdeckt werden. Im Rahmen des Workshops soll der bedürfnisorientierte UX-Ansatz und die auf ihm beruhenden Methoden vorgestellt und mit dem Publikum hinsichtlich der Relevanz und Praxistauglichkeit diskutiert werden.

Zielgruppe:

Zielgruppe: User Experience Interessierte, UPs, Usability Interessierte, Gestalter, Designer, Psychologen, Produktmanager, Beschäftigte im Innovationsmanagement und Marketing

Relevanz: Bereich, der sich mit Usability beschäftigt, ist bereits gut etabliert. Produkte werden sich technologisch und nach Usability-Gesichtspunkten immer ähnlicher. Als Alleinstellungs- und Abgrenzungsmerkmal wird zunehmend eine positive User Experience entscheidend. Es ist daher wichtig, UX möglichst früh im Produktentwicklungsprozess messbar zu machen und daraus gewonnene Erkenntnisse in die Produktentwicklung einzubringen.

Ziele:

  • Verständnis vermitteln für eine bedürfnisorientierte Sichtweise der User Experience

  • Vorstellen dreier neu entwickelter Methoden zur Evaluation der User Experience auf der Basis eines bedürfnisorientierten Verständnisses

  • Erarbeiten der Relevanz und Anwendbarkeit des Ansatzes und er Methoden in der Praxis der Gestaltung interaktiver Produktes und Services

Agenda:

Abschnitt 1: Einführung

  • Herausforderungen der Evaluation der User Experience

Abschnitt 2: Vorstellung dreier neuer entwickelter Methoden

  • Einführung in des bedürfnisorientierten Ansatzes und eines bedürfnisbasierten Fragebogen zur Messung der User Experience

  • Vorstellung einer Methode zur formativen Evaluation der User Experience

  • User Experience Evaluation von frühen Konzepten interaktiver Produkte und Services

Abschnitt 3: Abschlussdiskussion

  • Diskussion der Frage der Relevanz und Praxistauglichkeit des Ansatzes und der Methoden

Über die Autoren:

Matthias Peissner leitet das Competence Center Human-Computer Interaction des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart. Er hat 1999 sein Studium der Psychologie an der Universität Regensburg abgeschlossen. Er ist Gründungsmitglied und im Vorstand der „German Usability Professionals Association“ und ist seit 2003 an der Organisation der jährlichen „Usability Professionals“ Konferenz beteiligt.

 

Prof. Dr. Michael Burmester, Dipl.—Psych., bis Ende 1996 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), danach im Fachzentrum User Interface Design der Siemens AG. Von 2000 bis 2002 leitete er den Bereich Usability-Engineering und die Geschäftsstelle München der User Interface Design GmbH und übernahm anschließend die Professur für Ergonomie und Usability im Studiengang Informationsdesign an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Hauptarbeitsgebiete: Usability Engineering Methoden, User Experience, Eye-Tracking.

Marc Hassenzahl ist Professor für "Ergonomie und Nutzererleben" im Industrial Design an der Folkwang Hochschule Essen. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich "User Experience" und "Usability Engineering" – also der Gestaltung nützlicher, freudvoller und motivierender interaktiver Produkte (und Erlebnisse). Dabei forscht, gestaltet und berät er in Zusammenarbeit mit Firmen wie Nokia, Samsung, der deutschen Telekom, Siemens und dem "Universal Home"-Konsortium. Er ist weiterhin "research manager" für MediaCity, ein Aninstitut der Åbo Akademi Universität für interaktive Medien, sowie Gründungsmitglied bzw. amtierendes Vorstandsmitglied der "German Usability Professionals Association".

Sandra Sproll studierte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen Psychologie mit den Vertiefungsrichtungen Kognitionspsychologie, Klinische Psychologie und Arbeits- und Organisationspsychologie. Sie arbeitet seit 2008 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fraunhofer IAO in Stuttgart und ist dort am Competence Center Human-Computer Interaction im Bereich User Experience, Usability und Ambient Assisted Living tätig.

 

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