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Ich sehe, was du fühlst - Software bekommt „Menschenkenntnis“

Tagung „Usability Professionals 2011

Ich sehe, was du fühlst - Software bekommt „Menschenkenntnis“

Nachdem Eye Tracking-Technologien mittlerweile in der Usability-Evaluation etabliert sind, verspricht die Aufzeichnung und Analyse von Emotionen einen neuen Durchbruch für den auf physiologischen Daten basierenden User Research. Inwiefern Software dazu geeignet ist, emotionalen Reaktionen auf die Spur zu kommen, erfahren Besucher auf der Tagung „Usability Professionals 2011“, die vom 11. bis 14. September in Chemnitz stattfindet.

Die Veranstaltung gilt als größte deutschsprachige Praxistagung in diesem Bereich. Sie ist zugleich Partner der Konferenz „Mensch & Computer“, der jährlichen Tagung des Fachbereichs Mensch-Computer-Interaktion der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI), die zeitgleich in Chemnitz stattfindet.

Die Tagung – in diesem Jahr unter dem Motto „Hören. Sehen. Interagieren“ – beschäftigt sich mit praxisnahen Fragestellungen der Usability und User Experience. Im Mittelpunkt steht der Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern, die sich neue Methoden, Techniken und Trends gegenseitig vorstellen. Usability und User Experience Professionals folgten dem Aufruf der German UPA zur Mitarbeit und haben Praxis- und Fallberichte, Beiträge zu neuen Methoden oder zu neuen Interaktionsformen eingereicht. Mehr als 120 Programmvorschläge gingen bei der German UPA ein, darunter ein Erfahrungsbericht zum Emotion Tracking in der UX Evaluation. Dabei zeichnen Kamerasysteme spontane mimische Reaktionen auf, die sich während eines User-Experience-Tests im Gesicht eines Nutzers widerspiegeln. Eine Analysesoftware erkennt die den jeweiligen Mimiken zugrundeliegenden Emotionen und macht sie so für eine Auswertung zugänglich. Die Methode soll einen quantitativen Zugang zur User Experience ermöglichen und konkrete Nutzungssituationen hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Nutzungserleben bewertbar machen. Der Beitrag von Kathrin Kim, Simon Eisele und Kristin Kolbe schildert aus Sicht der Berufspraxis die Erfahrungen mit einem System zum Emotion-Tracking und zieht eine erste Bilanz über die praktische Verwendbarkeit sowie über das Aufwand-Nutzen-Verhältnis.

Weitere spannende Themen über den Bereich User Experience hinaus sind Wirtschaft und Wissenschaft, Software und Web. Vorgestellt werden, darunter Methoden, Werkzeuge und Projekte aus der Praxis – mal als Workshop oder Tutorial, mal als Design Case Study. Eröffnet wird die Tagung mit Keynotes von Rolf Molich und Aaron Marcus. Molich gilt gemeinsam mit Jacob Nielsen als Pionier im Bereich Usability. In Chemnitz wird er zum Thema „The Quest für Usabilty in Usability“ sprechen. Marcus, der erste Grafikdesigner, der Computer-Grafiken erstellte und ein Desktop-Publishing System programmierte, wird passend zum Konferenz-Thema »überMEDIEN ÜBERmorgen« über Science-Fiction und User Experience sprechen.


Die Teilnahme ist für Vertreter/innen der Medien kostenlos.
Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an sh@germanupa.de
Haben Sie spezielle Themen. bzw. Interviewwünsche? Dann kontaktieren Sie uns bitte im Vorfeld der Veranstaltung, damit wir Ihnen den passenden Ansprechpartner vermitteln können.

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