Für mich begann die Summer School mit einer kühlen Limo im Biergarten mit Blick auf das Kloster Bronnbach. Nach und nach trudelten die anderen Teilnehmer:innen und Coaches ein und alle waren sehr aufgeschlossen und man kam leicht ins Gespräch. Nach einer schnellen Begrüßungsrunde am Abend im Workshop-Raum ging es auch schon in die Orangerie für ein vegan/vegetarisches Zwei-Gänge-Menü. Das gute Essen würde auch die nächsten Tage noch beliebtes Gesprächsthema sein.
Melanie, die Organisatorin der Summer School, hat die Erfahrung der nächsten eineinhalb Tage direkt am Anfang schon perfekt beschrieben: In den nächsten Tagen werden wir oft das Gefühl haben, dass uns die Zeit davonrennt, weil wir unbedingt noch länger an Ideen und Entwürfen feilen wollen. Aber am Ende werden wir überrascht sein, wie viel man in so wenig Zeit umsetzen kann. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und bekamen auch schon direkt unsere Aufgabenstellung: Wir sollten ein Konzept für eine Lösung entwickeln, die Pain Points von Studierenden kurz vor ihrem Berufsstart adressiert.
Der zweite Tag begann für mich und einige andere Teilnehmer:innen mit einer sanften Yoga-Session im Fürstenzimmer mit Blick auf den Klostergarten. Nach dem Frühstück (mit vielen veganen Optionen) ging es für uns an die Arbeit. Eingeleitet durch Impulsvorträge der Coaches, wurden wir in die verschiedenen Schritte des Human-Centered-Design-Prozesses eingeführt. Mit einem Hands-On-Approach und Unterstützung der Coaches, haben wir Nutzungsbefragungen durchgeführt sowie basierend auf unseren Ergebnissen eine Persona, ein Szenario und Akzeptanzkriterien erstellt. Zwischendrin gab es optional einen Rundgang der Klosteranlage mit einem abschließenden Glas Wein. Die Rundgangleiterin wartete mit allerlei Insights und Fun Facts über das damalige Klosterleben auf. Fun Facts: Ab 1856 war das Kloster Bronnbach Wohnsitz des portugiesischen Exilkönigs Miguel I. von Braganza und im Jahr 2020 Drehort für Deutschland sucht den Superstar. Am Abend gab es ein entspanntes Job Campfire, bei dem man den Coaches allerlei Fragen zum Beruf stellen, Erfahrungen austauschen und netzwerken konnte.
Mit unseren Erkenntnissen des vorherigen Tages entwarfen wir am dritten und letzten Tag unseren Papier-Prototypen. In meiner Gruppe entwarfen wir eine Art Job-Benefit-Tinder, wo Nutzende verschiedene Job-Benefits nach rechts oder links swipen und basierend auf dieser Auswahl passende Stellenanzeigen einsehen konnten. Wir testeten den Papier-Prototypen mit anderen Teilnehmer:innen, um Probleme in unserem Design zu finden und Verbesserungen zu entwerfen. Zum Beispiel hatten wir einen Super-Like-Button hinzugefügt, der jedoch missverständlich war und in den User Tests nicht erkannt wurde. Am späten Nachmittag fand die Summer School dann auch schon ein Ende. Mit vielen neuen Impressionen, Gedanken und Ideen verließen wir das Kloster Bronnbach und machten uns auf die Rückreise in die verschiedenen Ecken Deutschlands.
Vielen Dank an die German UPA, an die Coaches und den Sponsor DATEV für das Ermöglichen dieser wertvollen Erfahrung.