Chat | 25. Februar 2026
UX Chat "Wirksames Handeln" mit Knut Polkehn

In diesem UX-Chat dreht sich alles um eine Frage, die im Projektalltag oft den Unterschied macht: Welche Haltung macht uns als UX-Professionals wirksam? Knut Polkehn gibt einen dialogischen Impuls und nimmt die Teilnehmenden mit ins Thema Wirksamkeit als UX-Professional

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Und darum geht es

Knut startet bewusst dialogisch und verbindet Haltung mit Wirksamkeit als Veränderung – nicht nur bei einzelnen Personen, sondern auch in Teams und Organisationen. Im Mittelpunkt steht die Unterscheidung zwischen Person und Rolle (und warum Organisationen oft Menschen wertschätzen, aber UX als Rolle noch nicht gelernt haben). Daraus entwickelt sich ein praxisnaher Impuls: Wie schaffen wir es, UX nicht nur über persönliche Beziehungen, sondern über Prozesse, Entscheidungen und Rollenverständnis nachhaltig zu verankern?

Das erwartet dich

  • Person vs. Rolle: Wie organisationales Lernen entsteht – und warum neue Kolleg:innen oft wieder bei „alten Problemen“ landen
  • Ein Wirksamkeitsmodell mit zwei Achsen: Fachlichkeit vs. Wirkung auf Person-, Team- und Organisationsebene
  • Systemisches Denken im UX-Alltag: die „Schleife“ aus Beobachten → Verstehen → Hypothesen bilden → Intervention planen → Umsetzen → Reflektieren
  • Vier zentrale Haltungsprinzipien für wirksame Kommunikation
  • Konkrete Moderationstipps: Feedbackrunden strukturieren, „Bauchgefühl zuerst“, Diskussion trennen, Reihenfolge bei kritischen Stimmen, Sichtbarkeit durch Dokumentation
  • Ein praktisches Tool: Zukunftsbilder entwerfen und dann rückwärts fragen „Wie seid ihr dahin gekommen?“ – um Blockaden, Regeln und Voraussetzungen sichtbar zu machen

Wichtige Take-Aways für UX-Professionals

  • Wirksamkeit ist mehr als Kompetenz: Nur fachlich besser zu werden reicht nicht – Wirkung entsteht auf Team- und Organisationsebene durch Kommunikation, Sichtbarkeit und Entscheidungsfähigkeit.
  • Trenne Person und Rolle: Nachhaltige UX-Verankerung passiert, wenn UX als Rolle in Prozessen, Erwartungen und Entscheidungen ankommt – nicht nur in Sympathie oder Einzelbeziehungen.
  • Bewertungen blockieren Veränderung: Wenn wir Menschen/Verhalten sofort bewerten, verlieren wir den Zugang zu Ursachen. Beobachtungen + Neugier auf Unterschiede öffnen den Lösungsraum.
  • Hypothesen sind ein Entspannungshebel: Aussagen als Hypothesen behandeln und aktiv Alternativen suchen – das reduziert Eskalation und verbessert Diskussionen.
  • Entscheidungen brauchen Alternativen: Zeige Varianten inkl. Konsequenzen. Verantwortung kann nur übernommen werden, wenn Optionen und Implikationen sichtbar sind.
  • Moderation ist ein Wirksamkeits-Booster: Wer Prozesse strukturiert, kann Bewertungen entschärfen, Perspektiven sammeln und Entscheidungen ermöglichen.
  • Community statt Einzelkampf: Verbündete, Sparring-Partner und Communities of Practice erhöhen Sichtbarkeit und Durchsetzungskraft – intern wie extern.
  • Zukunftsinterviews liefern die echten Hürden: Die Rückwärtsfrage („Wie seid ihr dahin gekommen?“) macht Prämissen, Blockaden und notwendige Voraussetzungen konkret