Und darum geht es
Anhand einer komplexen Anwendungslandschaft zeigt Jenifer Wernli, wie ein Designsystem nicht „auf Knopfdruck“ entsteht, sondern über reale Anforderungen, Iterationen und Zusammenarbeit reift. Sie nimmt die Zuhörer mit von den ersten, lokalen Styleguides über gescheiterte Ansätze und organisatorische Umbrüche bis hin zu einem codebasierten, plattformübergreifenden System mit Figma-Library, Marken-Guidelines und einer Storybook-ähnlichen Entwickler-Dokumentation.
Das erwartet dich
- Designsysteme entstehen aus echten Produktbedarfen – nicht aus Selbstzweck oder „KI generiert mir mal eins“.
- Iterationen statt Perfektion: „Scheitern“ ist oft nur der nächste Reifegrad.
- Teamgedanke als Erfolgsfaktor: Kollaboration über interne Teams und externe Agenturen hinweg.
- Code & Design müssen zusammen funktionieren: Figma + Code-Library + Doku, technologiekompatibel (z. B. Angular/React).
Wichtige Take-Aways für UX-Professionals
- Designsysteme entstehen nicht „auf Knopfdruck“, sondern aus realen Produktanforderungen und konkreten Use Cases.
- „Scheitern“ ist oft kein Ende, sondern ein Next Level: Neustarts und Anpassungen lassen das System wachsen.
- Organisatorische Verankerung (UX als Team mit Stimme/Ownership) ist entscheidend, um Konsistenz über viele Produkte zu erreichen.
- Brand/Marketing als Rückenwind kann Adoption stark beschleunigen – besonders bei Rebranding und unternehmensweiten Vorgaben.
- Ein Designsystem skaliert nur mit Kollaboration: interne Designer + externe Agenturen gemeinsam an einem Tisch.
- Dediziertes Entwicklerteam fürs Designsystem ist ein Gamechanger – neben Projektgeschäft bleibt sonst zu wenig Zeit für Qualität/Details.
- Atomic Design hilft: von Icons/Atoms bis zusammengesetzte Komponenten – stoppen, bevor es zu Templates/zu komplex wird.
- Feedbackschleifen fest einplanen: regelmäßige Reviews/Q&A, Umfragen bei Designern & Entwicklern.
- Mit vielen Abnehmern wird das Designsystem kritisch: Stabilität, Release-Prozess, Wartbarkeit und Vermeidung von Bottlenecks werden zur nächsten Iteration.
- Guidelines sind adressatenabhängig: Entwickler brauchen oft eher Code/Doku, Designer zusätzlich Do’s/Don’ts und UX-Verhaltensregeln (z. B. Alerts vs. Toast, Speicherlogik).
Lass uns wissen, was wir besser machen können – wir würden uns über dein Feedback freuen!