German UPA | Beitrag vom 16.04.2026
Gemeinsam durchatmen: Melanie Süß über Yoga beim UX Festival

Zwischen Barcamp, Gesprächen und vielen neuen Impulsen tut manchmal genau das am meisten gut, was ganz einfach klingt: kurz durchatmen, sich bewegen und den Kopf frei bekommen. Sofern das Wetter mitspielt, bringt Melanie auch in diesem Jahr wieder Yoga aufs UX Festival. Im Interview erzählt sie, wie es dazu kam, warum Yoga für sie der perfekte Ausgleich ist und was die Teilnehmenden erwartet.

Das Festival findet am 20. und 21. Juni 2026 im Zughafen Erfurt statt.

Wenn der Kopf voll ist, hilft Bewegung

Melanie, was machst du außerhalb des Verbands?
Aktuell bin ich in Elternzeit, seit Mai letzten Jahres. Nach dem UX Festival steige ich wieder ins Berufsleben ein. Ich arbeite bei Cosnova, dem Unternehmen hinter Marken wie Essence und Catrice. Bisher war ich dort im Digitalbereich tätig und habe vor allem im Research gearbeitet – an der Schnittstelle von UX, Marktforschung und Produktteams. Nach meiner Elternzeit wechsle ich ins Projektmanagement im Bereich Digital Solutions. Dort geht es darum, digitale Prozesse mitzugestalten und zu implementieren – von der Anforderungsaufnahme bis zur Einführung.

Und welche Aufgaben übernimmst du im Verband?
Ich bin schon sehr lange im Arbeitskreis Nachwuchsförderung aktiv. 2012 war ich selbst Teilnehmerin der Summer School, seit 2014 oder 2015 bin ich im Arbeitskreis dabei und habe die Schools mitorganisiert. Vor einigen Jahren habe ich dann die Leitung übernommen. Inzwischen kümmern wir uns im Arbeitskreis nicht nur um die Summer und Winter School, sondern auch um das Mentoringprogramm und weitere Themen. Ich selbst fokussiere mich vor allem auf die Schools.

Du bietest das Festival-Yoga nicht zum ersten Mal an. Wie kam es eigentlich dazu?
Yoga war schon beim ersten UX Festival dabei. Damals war ich auch in der Arbeitsgruppe für das Festival und habe meine Erfahrung aus der Organisation anderer Formate eingebracht. Dabei stellt sich ja immer die Frage: Was gibt es neben dem fachlichen Programm? Wie kann man ein Event ein wenig auflockern? Von der Summer und Winter School kannte ich schon Formate, die zusätzlich Raum für Begegnung und Ausgleich schaffen. Irgendwann dachte ich: Warum nicht vor dem Frühstück oder zwischen den Sessions eine halbe Stunde Yoga anbieten? So ist die Idee entstanden.

Was bedeutet Yoga für dich persönlich?
Für mich ist Yoga ein wunderbarer Ausgleich. Eine Yogastunde ist für mich einfach rund: Man kommt erst einmal runter, dann folgt ein aktivierender Teil, in dem man sich bewegt, dehnt und durch den ganzen Körper arbeitet, und am Ende geht man entspannt wieder raus. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz aus. Man bewegt sich, kommt ins Schwitzen, aber findet gleichzeitig Ruhe.

Du hast auch eine Yoga-Ausbildung gemacht, oder?
Ja, Anfang 2020 habe ich zusammen mit einer Freundin die Ausbildung zur Yogalehrerin gemacht. Wir waren ohnehin regelmäßig zusammen im Yogastudio und wollten einfach tiefer einsteigen, mehr über Hintergründe und Praxis lernen. Ursprünglich gar nicht mit dem Ziel, wirklich zu unterrichten. Angefangen haben wir dann während der Corona-Zeit mit Yoga im Park in Mainz. Später hat sich daraus mehr entwickelt, und heute gebe ich zusätzlich einmal pro Woche Yoga im Turnverein.

Warum passt Yoga für dich so gut zum UX Festival?
Weil es einen schönen Kontrast zum restlichen Programm bietet. Gerade bei einem Festival mit vielen Eindrücken, Gesprächen und Themen tut es gut, zwischendurch einmal kurz den Kopf auszuschalten, sich zu bewegen und wieder bei sich anzukommen. Es ist kein Gegenpol zum fachlichen Teil, sondern eher eine Ergänzung.

Wie läuft das Festival-Yoga konkret ab?
Am Samstag findet es meist am Nachmittag statt, also dann, wenn bei vielen schon ein bisschen der Kopf raucht. Das ist oft genau der Moment, in dem man merkt: Ich brauche jetzt kurz eine Pause. Am Sonntag gibt es dann noch einmal eine Einheit vor dem offiziellen Start in den Tag – als kleine Aktivierung, bevor es losgeht.

Was erwartet die Teilnehmenden dabei?
Eine sehr niedrigschwellige Yoga-Einheit. Es geht nicht um komplizierte Asanas oder darum, besonders sportlich zu sein. Eher um eine bewegte Stretch-Stunde, mit einfachen Übungen, etwas Mobilisation und einer kleinen Pause für den Kopf. Man muss kein Yoga können und braucht auch keine besondere Ausrüstung.

Wer kann mitmachen?
Wirklich alle. Das Angebot ist offen für alle, unabhängig davon, ob jemand schon Yoga-Erfahrung hat oder zum ersten Mal mitmacht. Mir ist wichtig, dass es unkompliziert und einladend ist.

Was sollten Teilnehmende mitbringen?
Vor allem ein großes Handtuch, weil wir auf der Sandfläche üben und man sich für die Entspannung darauflegen kann. Ansonsten reicht bequeme Kleidung völlig aus. Man muss sich nicht extra umziehen. Wenn die Hose ein bisschen Stretch hat, ist das schon genug.

Also keine Session, nach der man erst einmal duschen möchte?
Nein, überhaupt nicht. Man ist danach nicht völlig verschwitzt. Vielleicht ein bisschen sandig – aber das gehört auf der Fläche ohnehin dazu.

Ist dir aus den letzten Jahren ein Moment besonders in Erinnerung geblieben?
Was mich jedes Mal freut, ist, dass die Leute das Angebot überhaupt annehmen. Gerade am Samstag laufen parallel andere spannende Programmpunkte. Umso schöner ist es, wenn Menschen sich bewusst die Zeit nehmen und sagen: Ich komme jetzt zum Yoga. Das empfinde ich wirklich als große Wertschätzung. Lustig ist auch, dass sich manche fast entschuldigen, wenn sie es nicht schaffen. Dabei ist es natürlich ein Kann-Angebot und überhaupt kein Muss.

Was bekommst du nach den Sessions für Rückmeldungen?
Ganz oft einfach: „Das tat gut“ oder „Schön, dass du das anbietest.“ Und genau das freut mich. Es ist schön zu sehen, dass dieses Angebot so positiv aufgenommen wird.

Gibt es in diesem Jahr etwas, das anders ist als in den Vorjahren?
Ja, diesmal können wir keine Yogamatten ausleihen. Deshalb ist es wichtig, dass alle, die mitmachen möchten, ein großes Handtuch mitbringen. Das ist der wichtigste praktische Hinweis.

Wenn du möchtest, mache ich dir daraus jetzt direkt noch eine kürzere Magazin-Version mit Vorspann, Titel und Zwischentitel oder eine Social-Media-freundliche Kurzfassung mit zitierfähigen O-Tönen.

 

Das wichtigste in Kürze: So bist du ut vorbereitet für die Yoga-Session

  • Bring bitte ein großes Handtuch mit
  • Trag am besten bequeme Kleidung
  • Du brauchst keine Yoga-Erfahrung
  • Umziehen ist nicht nötig
  • Die Session ist niedrigschwellig und nicht super sportlich
  • Bei schlechtem Wetter kann sie leider nicht stattfinden

Genau diese Mischung macht’s

Beim UX Festival geht es nicht nur um einzelne Programmpunkte, sondern um die besondere Mischung aus Barcamp, Vorträgen, Austausch und gemeinsamen Erlebnissen. 

Sichere dir jetzt dein Ticket und sei dabei.