Arbeitskreis Nachwuchsförderung | Beitrag vom
Rückblick zur Winter School 2017

Vom 05. Februar bis 07. Februar fand die erste German UPA Winter School des Arbeitskreises "Nachwuchsförderung" statt.

Das idyllische Kloster Bronnbach war auch für die Winter School wieder unser Ziel, nachdem wir dieses schon sieben Mal für die Summer School genutzt haben. Ein schöner Ort, der sich gut zum Arbeiten eignet. Zwölf Teilnehmer (von mehr als doppelt soviel Bewerbern sowie drei German UPA-OrganisatorInnen starteten am Sonntag mit dem Abendessen und anschließender Weinprobe: einer Reise durch das Taubertal mit dessen Weinen und vielen Informationen und Anekdoten zum Thema Wein. Dabei stand das Kennenlernen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Vordergrund (mit Platzwechsel, so dass man immer neue Gesprächspartner hatte).


Über die Coaches und Themen der Winter School 2017

Qualitative Research-Techniken von Guerilla bis zur großen Studie

In ihrem Beitrag zeigt Susi praxisnah, wie du qualitative Research-Techniken gezielt einsetzt – von kleinen Guerilla-Studien bis hin zu umfassenden Untersuchungen. Du lernst, welche Methode wann sinnvoll ist, wie groß dein Research sein sollte und welche Ziele du damit verfolgen kannst. Außerdem erklärt sie, wie du Ergebnisse auswertest und diese effektiv für die Gestaltung von Benutzeroberflächen nutzt. Im Workshop warten praktische Übungen, hilfreiche Tipps und Vorlagen auf dich – alles rund um Vorbereitung, Durchführung und Auswertung anhand eines konkreten Szenarios. Theorie, praxisnahe Übungen und gemeinsame Reflexion sorgen für ein rundum spannendes Erlebnis.

Susi Augustin

Susi Augustin ist leitende Senior Interface Designerin für Software-Lösungen bei der Design- und Usability-Agentur UCDplus GmbH. Seit mehr als 8 Jahren versorgt sie Auftraggeber aus allen Industriebranchen mit hochwertigen digitalen Interfaces. Stets mit dabei: Usability. Denn als zertifizierter Usability Experte sorgt sie auch dafür, dass der Nutzer mit seinen Bedürfnissen stets an erster Stelle der Produktentwicklung steht. Ihre Arbeiten finden sich in Produkten der Volkswagen Aktiengesellschaft, der Siemens AG, aber auch bei dem Medizingerätehersteller Eckert&Ziegler Bebig GmbH und einem der führenden Systemautomation-Spezialisten, der Hilscher GmbH.

 

Wie man aus zahlreichen Ideen 2 richtig gute Ansätze entwickeln kann

Im “Design Studio” wird in Kleingruppen in mehreren Iterationen gesketcht, präsentiert und kritisiert und über diesen Weg vielseitige Ideen und Lösungsansätze generiert und ausgetauscht. Gemeinsam werden diese Ideen weiterentwickelt – teils durch Remixen der Ideen, teils durch Einarbeiten der konstruktiven Anmerkungen der anderen Team-Mitglieder.

Am Ende werden die entstandenen Ansätze diskutiert und im Rahmen eines abschließenden Reviews ein weiteres Vorgehen abgestimmt.

Das “Design Studio” ist ein agiles Format, das ursprünglich aus dem Produkt- und Industrie-Design stammt, aber auch Wurzeln in der Architektur hat. Seit der Adaption für Software- und Web-Entwicklungsprojekte findet es zunehmend Anwendung – insbesondere in frühen (Produkt)Entwicklungsphasen bzw. im Zuge der Konzeptionsphase, also weit vor einer ersten Umsetzung.

In unserem Workshop wenden wir dieses Ansatz an einem fiktiven Beispiel an und erleben damit den Ansatz live!

Thorsten Wilhelm

Thorsten Wilhelm ist seit 1996 in Sachen UX unterwegs. Zunächst im wissenschaftlichen Dienst am Institut für Marketing & Handel an der Universität Göttingen, seit dem Jahr 2000 als geschäftsführender Gesellschafter der eresult GmbH. Wissen weitergeben, das war Thorsten Wilhelm stets wichtig, als Dozent und Blogger (www.usabilityblog.dewww.nutzerbrille.de).

 

Schlank und schnell zur Bike Sharing App

Lean UX ist auf dem Vormarsch und verändert die Art und Weise der Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams. Mit Hilfe verschiedener Kreativitätstechniken entwickeln wir gemeinsam Ideen zu einer Bike Sharing App. 

Dabei lernst du, wie kooperative Methoden im Umfeld von Lean UX zur Entwicklung von Minimum Viable Products genutzt werden

Christian Grieger

Christian Grieger ist UX Designer mit einer Leidenschaft für die Gestaltung von intuitiven und benutzerzentrierten Produkten im Umfeld hochkomplexer Systeme. Als UX Manager bei Ergosign leitet er ein Team von UX Designern und berät Kunden bei der Durchführung von benutzerzentrierten Designprojekten, insbesondere in den Bereichen Enterprise und Digital Engineering. Darüberhinaus engagiert sich Christian bei Ergosign aktiv in der Ausbildung und Talentsuche. Christian Grieger hat an der Fachhochschule Kaiserslautern Digitale Medien mit dem Schwerpunkt  Mensch-Maschine-Kommunikation studiert und arbeitet seit 2005 bei Ergosign.

 

UX in der stark regulierten Welt der Medizintechnik. Wie kann ich als UX Designer den medizinischen Fachkräften helfen, dem Patienten zu helfen?

Das wichtigste Ziel der Medizintechnik ist es, medizinische Fachkräfte zu befähigen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu steigern. Medizinprodukte finden zuhause Anwendung, wo z.B. ein Diabetespatient für die Überwachung seines Insulinspiegels selber zuständig ist. In OP Umgebungen wie z.B. dem Herzkatheterlabor kann es direkt um Leben und Tod handeln. Folglich ist der Entwicklungsprozess von Medizinprodukten durch normativen Anforderungen stark reguliert, und sind ggf. viele Menschen bei der Entwicklung  dieser Produkte beteiligt.

Kann ein UX Designer der Wert auf Kreativität und Agilität legt, in einem solchen Umfeld zufriedenstellend arbeiten? Anhand von praktischen Bespielen werden wir im Workshop die Interessen der verschiedenen Beteiligten kennenlernen.  Ziel des Workshops ist es, gemeinsam der Frage nach zu gehen, welche Rolle ein UX Designer sinnvoll einnimmt, und wie er/sie mit unterschiedlichen Interessen umgeht.

Dr. Reinier Kortekaas

Dr. Reinier Kortekaas arbeitet bei Siemens Healthcare GmbH in der Entwicklung von Röntgensystemen für die Angiographie, d.h. die Untersuchung und Behandlung von Gefäßen. Sein Schwerpunkt ist dabei die User Experience. Vor seiner Tätigkeit in der Angiographie arbeitete er mehrere Jahre als Produktmanager mit starkem Fokus auf Usability bei Siemens Hörgeräte. Reinier studierte Informatik kombiniert mit Sprachwissenschaften in Amsterdam, hat in der Psychoakustik in Eindhoven promoviert, und war 2 Jahre als PostDoc in den USA tätig.  Reinier interessiert sich stark für die Methodik der UX.