Chat | 18. April 2026
UX Buchclub "Experience Management als Future Skill " mit Katja Busch

In diesem Buchclub stellt Katja Busch ihr Buch „Experience Management als Future Skill“ vor und gibt Einblicke in die Denkmodelle, Erfahrungen und Überzeugungen, die hinter dem Buch stehen.

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Und darum geht es

Warum wird UX in vielen Unternehmen immer noch auf UI reduziert? Weshalb scheitern gute UX-Argumente so oft an organisationalen Realitäten? Und was braucht es, damit UX- und CX-Kompetenzen nicht nur in spezialisierten Rollen verankert sind, sondern im Unternehmen insgesamt wirksam werden? Diesen Fragen geht Katja Busch in ihrem Buch und im Buchclub nach. Sie beschreibt, warum Experience Management für sie ein Future Skill ist – also eine Kompetenz, die nicht auf einzelne Rollen beschränkt bleibt, sondern Unternehmen insgesamt hilft, bessere Entscheidungen zu treffen und Veränderung bewusster zu gestalten.

Das erwartet dich

  • Ein persönlicher und praxisnaher Einblick in die Entstehung des Buches „Experience Management als Future Skill“
  • Reflexion darüber, wie sich UX historisch entwickelt hat und warum sie in vielen Unternehmen heute auf UI verkürzt wird
  • Einordnung von UX und CX als Kompetenzen, nicht nur als klassische Rollenprofile
  • Impulse aus Neuropsychologie, Verhaltenspsychologie, Organisationsentwicklung und Systemtheorie
  • Perspektiven darauf, warum Stakeholder oft anders reagieren, als UX-Professionals es erwarten
  • Hinweise dazu, wie sich der Wert von UX besser in die Sprache des Business übersetzen lässt
  • Kritik an oberflächlich übernommenen agilen Organisationsmodellen und deren Auswirkungen auf UX
  • Vorstellung des VIVA-Frameworks mit den Schritten Wertschöpfung, Insights, Validation und Action
  • Konkrete Denkanstöße, wie Unternehmen Experience Management strategischer und wirksamer einsetzen können

Wichtige Take-Aways für UX-Professionals

  • UX- und CX-Kompetenzen sind Zukunftskompetenzen
    Sie werden nicht nur in spezialisierten Rollen gebraucht, sondern überall dort, wo Unternehmen bessere Entscheidungen über Kunden, Märkte und Produkte treffen müssen.
  • UX wird in Unternehmen oft auf UI reduziert – aus strukturellen Gründen
    Tools, Zeitdruck, falsch verstandene Agilität und organisatorische Trennung haben dazu beigetragen, dass der strategische Kern von UX häufig verloren geht.
  • Stakeholder brauchen genauso viel Empathie wie Endnutzer:innen
    Wer Veränderung anstoßen will, muss auch die Bedürfnisse, Ängste und Denkmuster interner Entscheider verstehen.
  • Widerstände sind oft keine Bosheit, sondern menschliche Schutzmechanismen
    Confirmation Bias, Status-quo-Denken und Verlustaversion prägen Entscheidungen in Unternehmen stärker, als viele UX-Professionals im Alltag berücksichtigen.
  • UX muss die Sprache des Business sprechen können
    Wer Wirkung erzielen will, sollte UX nicht nur über Methoden erklären, sondern über Wertschöpfung, Entscheidungsqualität und unternehmerische Relevanz.
  • Die Übertragung von UX-Denkweisen auf das Unternehmen selbst ist ein großer Hebel
    Viele Werkzeuge, die für Nutzerforschung und Produktgestaltung entwickelt wurden, lassen sich auch auf interne Prozesse, Stakeholder und Organisationsfragen anwenden.
  • Mit kleinen, passenden Frameworks lässt sich schneller ins Handeln kommen
    Das VIVA-Framework zeigt, wie sich Wertschöpfung, Erkenntnisse, Validierung und konkrete Maßnahmen miteinander verbinden lassen, ohne auf starre Standardmodelle angewiesen zu sein.