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Und darum geht es
Basierend auf praktischen Erfahrungen aus der Arbeit mit KI-Systemen zeigt der Vortrag, warum etablierte UX-Methoden bei KI-Produkten an ihre Grenzen stoßen und wie ein Perspektivwechsel hin zu „Trust by Design“ gelingen kann. Im Fokus steht die Frage, wie KI-Systeme gestaltet werden müssen, damit Nutzer:innen ihnen nicht nur vertrauen können, sondern auch Kontrolle behalten und die Systeme sinnvoll in ihren Kontext integriert sind. Darauf aufbauend wird das AX Framework als Weiterentwicklung des klassischen User-Centered Design (UCD) vorgestellt. Im Zentrum steht ein grundlegender Perspektivwechsel:
Nicht mehr das Modell oder die Technologie steht am Anfang, sondern der Mensch.
Das erwartet dich
Das Tutorial führt zunächst in die zentralen Herausforderungen beim Design von KI-Produkten ein:
- KI-Systeme liefern oft inkonsistente oder fehlerhafte Ergebnisse
- Nutzerbedürfnisse und Kontext werden unzureichend berücksichtigt
- Vertrauen wird schnell aufgebaut – aber ebenso schnell wieder verloren
Ein zentraler Bestandteil sind die sieben Säulen des AX Frameworks:
- Human Context – Nutzer:innen und ihre Situation verstehen
- Explainability & Feedback – Entscheidungen nachvollziehbar machen
- Override & Fallback – Kontrolle und Eingriffsmöglichkeiten bieten
- Co-evolution Metrics – neue Metriken für Vertrauen und Qualität
- Ethics & Governance – Ethik als integraler Bestandteil des Systems
- Adaptivity – verantwortungsvoller Umgang mit lernenden Systemen
- Collaboration – gemeinsame Sprache und Prozesse im Team
- Ergänzt wird das Framework durch konkrete Tools wie das Tree Canvas sowie einen praxisnahen Produktentwicklungsprozess mit Fokus auf kontinuierliches Monitoring und Governance.
Wichtige Take-Aways für UX-Professionals
- Vertrauen ist die zentrale Währung von KI-Produkten
Ohne nachvollziehbare Logik, Kontrolle und Feedback verlieren Nutzer:innen schnell das Vertrauen. - Klassische UX greift bei KI zu kurz
KI-Systeme sind dynamisch, nicht-deterministisch und erfordern neue Denkweisen im Design. - „Trust by Design“ statt „Feature by Feature“
Vertrauen, Sicherheit und Ethik müssen von Anfang an in die Produktentwicklung integriert werden. - Kontrolle ist essenziell
Nutzer:innen brauchen jederzeit Möglichkeiten, Ergebnisse zu beeinflussen oder Systeme zu umgehen. - KI-Produkte sind nie „fertig“
Durch Model Drift und sich verändernde Kontexte ist kontinuierliches Monitoring unerlässlich. - Prompting ist kein nachhaltiges Interface
Gute KI-UX reduziert die Notwendigkeit von komplexen Prompts und setzt auf intuitive Interaktionen.
Lass uns wissen, was wir besser machen können – wir würden uns über dein Feedback freuen!