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Und darum geht es
Wie navigieren blinde Menschen durch Websites und Apps? Was macht eine Oberfläche für Screenreader gut nutzbar – und was führt dazu, dass zentrale Funktionen unzugänglich bleiben? In diesem Tutorial demonstrieren mehrere Expert:innen aus dem AK Barrierefreiheit anhand praktischer Beispiele, wie Websites mit Screenreadern wie NVDA, VoiceOver und TalkBack genutzt werden.
Das erwartet dich
- Einführung in die Nutzung von Websites mit Screenreadern
- Einblick in typische Navigationsmuster mit NVDA auf dem Desktop
- Verständnis dafür, wie blinde Nutzer:innen Seitenstrukturen über Überschriften, Listen, Landmarken und Formulare erfassen
- Demonstration einer positiv umgesetzten barrierefreien Website
- Praxisbeispiele typischer Barrieren im Web, etwa bei Links, Formularen, Dialogen und Warenkörben
- Beispiele aus mobilen Nutzertests mit VoiceOver und TalkBack
- Verständnis für typische Fehler bei Alternativtexten, Fokusreihenfolge, Sprachwechseln und unbeschrifteten Bedienelementen
- Diskussion technischer und inhaltlicher Anforderungen an barrierefreie Interaktionen, etwa bei Modaldialogen, Karten oder Signaturfeldern
- Perspektiven aus Nutzertests mit blinden und sehbehinderten Menschen
Wichtige Take-Aways für UX-Professionals
- Barrierefreiheit zeigt sich nicht in Checklisten allein, sondern in der tatsächlichen Nutzbarkeit für Menschen mit Behinderungen.
- Eine saubere Seitenstruktur mit Überschriften, Listen, Landmarken und sinnvoll beschrifteten Elementen ist für Screenreader essenziell.
- Links, Buttons und Formulare müssen eindeutig benannt und vollständig per Tastatur bedienbar sein.
- Modaldialoge brauchen eine klare Struktur, eine verständliche Überschrift und ein korrektes Fokusmanagement.
- Alternativtexte dürfen nicht bloß wiederholen, was ohnehin schon sichtbar oder redundant ist, sondern müssen relevante Inhalte verständlich vermitteln.
- Mobile Barrierefreiheit bringt eigene Herausforderungen mit sich, zum Beispiel bei Kalendern, Karten, Bildergalerien und komplexen Buchungsstrecken.
- Fehlende oder falsche Beschriftungen, unklare Kontextinformationen und schlechte Fokusführung können dazu führen, dass Nutzer:innen Prozesse abbrechen müssen.
- Nutzertests mit Menschen mit Behinderungen liefern unverzichtbare Erkenntnisse für wirklich inklusive digitale Produkte
Lass uns wissen, was wir besser machen können – wir würden uns über dein Feedback freuen!