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Und darum geht es
Was leisten synthetische User im UX-Kontext heute wirklich? Wo können KI-Tools Research sinnvoll unterstützen – und wo stoßen sie an methodische Grenzen? In diesem Webinar ordnet Jens Jacobsen aktuelle Entwicklungen rund um synthetische Personas, simulierte Interviews und KI-gestützte Auswertung ein.
Das erwartet dich
- Einordnung des aktuellen Hypes um synthetische User und KI im UX Research
- Überblick über relevante Tool-Kategorien, etwa synthetische Interviews, synthetische Panels, Verhaltenssimulationen und Research-Repositories
- Konkrete Beispiele für den Einsatz von ChatGPT, Claude und NotebookLM bei der Arbeit mit Interviewtranskripten
- Einschätzung, wo KI im UX-Alltag heute bereits sinnvoll unterstützt, etwa bei Leitfäden, Strukturierung und Auswertung
- Kritische Auseinandersetzung mit synthetischen Personas und simulierten Nutzermeinungen
- Verständnis dafür, warum plausible KI-Ergebnisse nicht automatisch valide Research-Ergebnisse sind
- Hinweise zum methodisch sinnvollen Umgang mit KI-generierten Erkenntnissen
- Diskussion typischer Risiken wie Scheinsicherheit, Confirmation Bias und „Research Theater“
- Praxisnahe Empfehlungen, wann echte Nutzertests unverzichtbar bleiben – besonders bei sensiblen oder speziellen Zielgruppen
Wichtige Take-Aways für UX-Professionals
- KI ist ein starkes Assistenz-Tool – aber kein Ersatz für echte Nutzerforschung: Besonders bei der Auswertung, Strukturierung und Vorbereitung von Research kann KI enorm unterstützen. Für echte Erkenntnisse bleibt der Kontakt mit realen Nutzenden unverzichtbar.
- Synthetische User liefern keine echten Nutzerperspektiven: KI-generierte Personas und Antworten basieren auf Mustern, nicht auf realem Verhalten, echten Bedürfnissen oder Emotionen.
- Plausibel bedeutet nicht valide, denn Ergebnisse wirken oft überzeugend und professionell, können aber inhaltlich falsch oder unvollständig sein. Kritische Prüfung bleibt Pflicht.
- KI-Ergebnisse immer als Hypothesen behandeln: Statt Entscheidungen direkt darauf zu stützen, sollten sie als Ausgangspunkt für weitere Validierung genutzt werden.
- Gefahr der Scheinsicherheit und Confirmation Bias: Vorab generierte „Erkenntnisse“ können dazu führen, dass man in echten Tests nur noch bestätigt, was man ohnehin erwartet.
- Ohne solide Datenbasis entstehen auch mit KI nur oberflächliche oder stereotype Ergebnisse.
- Besonders vorsichtig bei sensiblen Zielgruppen: Bei spezifischen Nutzergruppen (z. B. ältere Menschen) stoßen synthetische Ansätze schnell an ihre Grenzen.
- Der größte Mehrwert liegt in der Effizienzsteigerung – nicht im Erkenntnisgewinn: KI beschleunigt Prozesse, ersetzt aber nicht die Qualität echter Beobachtungen.
Folien zum Webinar
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