Vortrag | 18. Juni 2026
UX Webinar "UX Writing: Von Bauchgefühl zu Strategie"

In diesem Webinar zeigt Kira Leuthold von the Gondola, warum UX Writing weit mehr ist als „schöne Texte“ für digitale Produkte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie UX-Professionals beim Schreiben von Interface-Texten weg von reinen Bauchentscheidungen und hin zu mehr Strategie, Klarheit und Nachvollziehbarkeit kommen.



Und darum geht es

Digitale Produkte funktionieren nicht ohne Worte. Labels, Buttons, Fehlermeldungen, Hinweise, Bestätigungstexte, E-Mails oder FAQ-Texte begleiten Nutzer durch digitale Journeys und entscheiden oft darüber, ob sie ihr Ziel erreichen oder abbrechen. Kira zeigt, dass UX Writing nicht damit beginnt, Wörter aneinanderzureihen. Stattdessen geht es zuerst darum, den Kontext zu verstehen: Wer nutzt das Produkt? Was wissen die Nutzer bereits? Wo stehen sie in der Journey? Welche Sorgen, Erwartungen oder offenen Fragen bringen sie mit? Und welche Ziele verfolgt das Business?

Das erwartet dich

  • Einführung in UX Writing als Teil nutzerzentrierter Gestaltung
  • Abgrenzung von UX Writing, Copywriting, Marketing und Produktkommunikation
  • Beispiele für Microcopy und längere Texte entlang digitaler Journeys
  • Konkrete Einblicke, wie einzelne Wörter Conversion und Orientierung beeinflussen können
  • Praxisbeispiele aus Onboarding, E-Commerce, HR-Software, Versicherungen und Dating-Plattformen
  • Impulse dazu, wie technische Systemmeldungen in nutzerzentrierte Sprache übersetzt werden können
  • Einordnung der Bedeutung von einfacher Sprache und Barrierefreiheit
  • Beispiele dafür, wie UX Writing Brand Voice und Tone of Voice unterstützt
  • Hinweise, wie UX Writing strategischer und weniger aus dem Bauch heraus gestaltet werden kann
  • Vorstellung hilfreicher Denkwerkzeuge wie Aufwand-Wirkungs-Matrix und Cockpit-Regel
  • Diskussion zu Fachsprache, regulierten Branchen, Glossaren, Brand Voice und UX-Writing-Guides

Wichtige Take-Aways für UX-Professionals

  • UX Writing beginnt nicht mit Schreiben, sondern mit Verstehen
    Gute Interface-Texte entstehen erst, wenn Kontext, Nutzerbedürfnisse, Business-Ziele und Anforderungen klar sind.
  • Kleine Worte können große Wirkung haben
    Schon einzelne Begriffe auf Buttons, Menüs oder Hinweistexte können Conversion, Orientierung und Vertrauen stark beeinflussen.
  • Menschen lesen digitale Interfaces nicht – sie scannen
    Wichtige Informationen sollten früh, klar und mit Begriffen erscheinen, die zur Sprache der Zielgruppe passen.
  • Technische Sprache muss in Nutzerrealität übersetzt werden
    Statt Systemzustände zu beschreiben, sollten UX-Texte erklären, was für Nutzer konkret bedeutet.
  • Einfache Sprache ist kein Qualitätsverlust
    Verständliche Sprache hilft nicht nur Menschen mit besonderen Bedürfnissen, sondern verbessert die Nutzung für alle.
  • UX Writing ist ein wichtiger Hebel für digitale Barrierefreiheit
    Besonders bei Screenreader-Nutzung, Zoom-Modus und kognitiven Einschränkungen werden Worte zu einem zentralen Teil des Interfaces.
  • UX Writing wirkt auch auf Business-Ziele ein
    Gute Texte können Supportkosten senken, Abbrüche reduzieren, Conversion verbessern und Kundenzufriedenheit erhöhen.
  • Brand Voice endet nicht beim Marketing
    Auch Fehlermeldungen, Buttons, Kategorien und Formulartexte transportieren Markencharakter.
  • Strategie schlägt Bauchgefühl
    Wer Anforderungen, Kontext und Ziele sauber herleitet, kann UX-Writing-Entscheidungen besser begründen und im Team vertreten.
  • Guidelines, Glossare und gemeinsame Regeln schaffen Konsistenz
    Gerade wenn viele Menschen im Unternehmen schreiben, helfen klare Grundlagen dabei, bessere und einheitlichere Texte zu erstellen.